Bratwurstjournalismus

Inspiriert durch die Frage "Was ist ein Bratwurstjournalist" finden sich hier die Perlen des deutschen Bratwurstjournalismus. Ein Experiment.

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„Obwohl die Aussichten nicht gut waren, zeigte sich der Wettergott letztlich doch gnädig und grüßte mit Sonnenstrahlen die Festbesucher – sehr zur Freude der zahlreichen Gäste. Auch für das leibliche Wohl war gesorgt: Wie es sich für ein zünftiges Fest gehört, löschten viele mit kühlen Gerstensaft ihren Durst und ließen sich natürlich wie jedes Jahr die leckeren Bratwürste schmecken.“ Die handelnden Personen sind meist „voll des Lobes und Dankes“, da wird „unterstrichen“, „betont“ und „hervorgehoben“, „sich gefreut“ und „scherzhaft angemerkt“, „sich erinnert“ und „erklärt“. Im Kern handelt es sich dabei um aufgepumpte Phrasen, also Bratwurstpoesie." (Hardy Prothmann über den Bratwurstjournalismus)

“Erlenbach - In der einbrechenden Dämmerung gehen die bunten Lichterketten an. Das idyllische Ambiente auf dem Marktplatz und den Gassen rund ums Rathaus wird angefüllt mit einem Hauch von Romantik. In der Dunkelheit verschwimmt die Menschenmasse, die sich am Samstagabend durchs Original Erlenbacher Weinfest drängt, in ein silhouettenhaftes Meer aus Köpfen. “Erlenbach ist klasse”, schallt der Slogan aus dem “We-will-rock-you”-Jingle des Biberacher Musikvereins durch die laue Sommernacht.”