Bratwurstjournalismus

Inspiriert durch die Frage "Was ist ein Bratwurstjournalist" finden sich hier die Perlen des deutschen Bratwurstjournalismus. Ein Experiment.

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„Obwohl die Aussichten nicht gut waren, zeigte sich der Wettergott letztlich doch gnädig und grüßte mit Sonnenstrahlen die Festbesucher – sehr zur Freude der zahlreichen Gäste. Auch für das leibliche Wohl war gesorgt: Wie es sich für ein zünftiges Fest gehört, löschten viele mit kühlen Gerstensaft ihren Durst und ließen sich natürlich wie jedes Jahr die leckeren Bratwürste schmecken.“ Die handelnden Personen sind meist „voll des Lobes und Dankes“, da wird „unterstrichen“, „betont“ und „hervorgehoben“, „sich gefreut“ und „scherzhaft angemerkt“, „sich erinnert“ und „erklärt“. Im Kern handelt es sich dabei um aufgepumpte Phrasen, also Bratwurstpoesie." (Hardy Prothmann über den Bratwurstjournalismus)

“Und als er am Samstag auch den Delegierten des FDP-Parteitags in seiner ersten Rede als frisch gekürter Bundesvorsitzender von Ruth und Clärchen erzählt und verlangt, dass sich die Liberalen ganz im Sinne einer Politik der Lebenswelt von Millionen Menschen für pflegende Angehörige einsetzen müssen, jubelt die Basis in der Rostocker Messehalle. Jetzt schweift sein Blick in die erste Stuhlreihe der Halle - dorthin, wo sie alle sitzen: Ruth und Clärchen, seine Frau Wiebke, sein Vater und sein Schwiegervater. Kurz vor 10.30 Uhr war der weibliche Teil der Familie in einer Peugeot-Familienkutsche vor der Halle eingetroffen, die sich zwischen den vielen dunklen Minister- und Staatssekretärslimousinen, die dort parken, richtig putzig ausnimmt.”